Bananen-Pancakes

Bananen-Pancakes – schnell und einfach

Sonntag, kurz nach acht, und auf der Obstschale liegen drei Bananen, die schon fast zu reif zum einfach Essen sind – das kennt jeder. Genau das ist der Moment, in dem diese Pancakes ihren Auftritt haben. Der Teig ist in fünf Minuten zusammengerührt, und nach einer knappen Viertelstunde steht ein warmes, duftendes Frühstück auf dem Tisch, das nach mehr aussieht als der Aufwand dahinter.

Was diese Pancakes von normalen Pfannkuchen unterscheidet: Die zerdrückte Banane übernimmt einen Großteil der Süße und gibt dem Teig gleichzeitig eine weiche, fast saftige Textur. Dazu kommen Zimt, Muskat und Vanille – eine Kombination, die beim Backen die ganze Küche in Beschlag nimmt.

Gesamtzeit: 20 Min.  |  Portionen: 4  |  Schwierigkeit: leicht

Bananen Pancakes in der Pfanne und auf einem Teller mit Puderzucker und Bananenscheiben

Alle Zutaten auf einen Blick

  • 3 reife Bananen
  • 1 Ei, Größe M
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker (alternativ 1 TL Vanilleextrakt)
  • 80 g brauner Zucker (oder weißer)
  • 200 g Weizenmehl Type 405 (alternativ Dinkelmehl Type 630)
  • 1 EL Backpulver (8 g)
  • 150 ml Milch, mind. 3,5 % Fett
  • ½ TL Zimt
  • 1 Prise Muskat
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Pflanzenöl pro Pfannencharge

Zum Servieren:

  • 2 feste Bananen
  • Zimtzucker nach Geschmack

Bananen: Je reifer, desto besser – und desto weniger Zucker braucht der Teig. Überreife Bananen mit braunen Flecken sind hier keine Resteverwertung, sondern das beste Ausgangsmaterial. Wer sehr reife Bananen verwendet, kann den braunen Zucker auf die Hälfte reduzieren oder ganz weglassen.

Backpulver: Ein ganzer Esslöffel klingt viel – ist aber entscheidend für die Höhe. Die Pancakes sollen dick und fluffig werden, nicht flach. Das Backpulver arbeitet beim Ausbacken in der Pfanne und lässt den Teig nach oben aufgehen.

Milch: Der Fettgehalt von mindestens 3,5 % ist nicht beliebig – fettarme Milch verbindet die Zutaten schlechter und macht den Teig weniger geschmeidig. Das Ergebnis schmeckt dann trockener.

Zimt und Muskat: Beide zusammen mit Vanille ergeben eine Tiefe, die eine einzelne Gewürzkomponente alleine nicht erreicht. Muskat sparsam einsetzen – eine kleine Prise reicht, mehr wird schnell zu dominant.

Zubereitung: Schritt für Schritt

Schritt 1: Bananen zerdrücken

Die 3 reifen Bananen in eine große Schüssel geben und mit einer Gabel gründlich zerdrücken – es dürfen ruhig noch kleine Stücke übrig bleiben, die sorgen beim Essen für Bananenmomente im Bissen. Eine Prise Muskat direkt dazugeben und kurz unterrühren.

Stefans Tipp: Wer eine sehr glatte, homogene Masse bevorzugt, kann die Bananen kurz mit dem Stabmixer pürieren. Wer den Bananengeschmack noch deutlicher haben möchte, lässt die Stücke einfach grober.

Schritt 2: Ei-Mischung anrühren

In einer zweiten Schüssel das 1 Ei mit 80 g braunem Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Zimt und 1 Prise Salz mit dem Schneebesen gründlich verquirlen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und die Mischung leicht schaumig ist.

Wichtig: Das Ei sollte Zimmertemperatur haben – direkt aus dem Kühlschrank verbindet es sich schlechter mit dem Zucker und kann den Teig ungleichmäßig machen. Kurz vorher aus dem Kühlschrank nehmen lohnt sich.

Schritt 3: Alles zusammenführen

Die Ei-Mischung zu den zerdrückten Bananen gießen und mit den Quirlen des Handrührers kurz verrühren. Dann 200 g Mehl mit dem Backpulver vermischen und abwechselnd mit den 150 ml Milch nach und nach unterheben – immer etwas Mehl, dann etwas Milch, bis alles eingearbeitet ist.

Gut zu wissen: Den Teig 3–5 Minuten ruhen lassen, bevor es ans Ausbacken geht. Das Mehl quillt auf, der Teig wird etwas dicker und lässt sich leichter portionieren. Besonders bei sehr reifen, weichen Bananen macht diese kurze Pause den Unterschied.

Schritt 4: Ausbacken in der Pfanne

Eine beschichtete Pfanne auf mittlere Hitze bringen und 1 EL Öl hineingeben. Mit einem kleinen Schöpflöffel (ca. 25 ml) Teig portionsweise in die Pfanne geben und runde Pancakes formen – Zieldurchmesser etwa 7–9 cm. Pro Seite ca. 1 Minute ausbacken.

Küchen-Trick: Den richtigen Wendzeitpunkt erkennt man daran, dass die Oberfläche Blasen wirft und die Ränder leicht matt werden – also nicht mehr glänzen. Wer zu früh wendet, riskiert, dass die Pancakes auseinanderfallen. Für jede neue Charge frisches Öl in die Pfanne geben, sonst verbrennen die letzten Pancakes am Boden.

Unser besonderer Trick

Wir geben kurz nach dem Einlegen des Teigs in die Pfanne – noch bevor sich die Oberfläche schließt – ein paar gefrorene Blaubeeren direkt auf die rohe Oberseite jedes Pancakes. Wenn man dann wendet, sind die Beeren eingeschlossen und schmelzen beim Ausbacken leicht ein. Keine Garnitur, die beim ersten Biss wegrollt, sondern Frucht, die im Pancake steckt. Der Säurekontrast zur süßen Banane macht das Ergebnis deutlich interessanter als jedes Topping von oben.

Das Rezept nach deinem Geschmack

Komplett ohne Zucker: Bei sehr reifen Bananen mit vielen braunen Flecken den braunen Zucker einfach weglassen. Die Banane bringt genug eigene Süße mit – und der Teig wird sogar etwas leichter. Viele Eltern machen es genau so für kleine Kinder.

Mit Erdnussbutter im Teig: Einen gehäuften Esslöffel Erdnussbutter zusammen mit den Bananen zerdrücken und miteinarbeiten. Das gibt dem Teig eine nussige, leicht salzige Note, die überraschend gut mit dem Bananengeschmack zusammenspielt – und die Pancakes machen so deutlich länger satt.

Glutenfrei mit Hafermehl: Das Weizenmehl 1:1 gegen zertifiziertes glutenfreies Hafermehl tauschen. Der Teig wird etwas dichter und die Pancakes ein bisschen rustikaler in der Textur – aber der Geschmack bleibt vollständig erhalten, und auch der Biss ist nach wie vor angenehm.

4 Gründe, warum du dieses Rezept lieben wirst

1. Überreife Bananen, die sonst niemand mehr essen möchte, werden zur besten Zutat – und das Frühstück rettet sich quasi von selbst.

2. Der Teig kommt ohne Mixer aus, wenn man mag – Gabel, Schneebesen, zwei Schüsseln, fertig.

3. Die Pancakes schmecken auch kalt noch gut und lassen sich problemlos einpacken – ideal für die Brotdose oder ein Picknick.

4. Durch die natürliche Süße der Banane ist das Rezept kinderleicht an verschiedene Vorlieben anpassbar – mit viel Zucker, wenig Zucker oder ganz ohne.

Was steckt drin?

Bananen sind eine der praktischsten natürlichen Energiequellen: Sie liefern schnell verfügbare Kohlenhydrate, Kalium für die Muskelfunktion und Magnesium. Im Vergleich zu klassischen Pfannkuchen steckt in diesen Pancakes durch die Banane deutlich mehr Frucht – und entsprechend auch mehr Ballaststoffe. Wer den Zucker reduziert oder weglässt, macht das Rezept noch schlanker. Die Eier tragen Eiweiß bei, das zusammen mit dem Mehl für eine gute Sättigung sorgt. Kein Superfoods-Frühstück – aber ein echtes, solides Frühstück, das Kinder und Erwachsene durch den Vormittag trägt.

Nährwerte pro Portion (ca.): 477 kcal | 82 g Kohlenhydrate | 9 g Eiweiß | 11 g Fett

Was passt dazu?

Ein Löffel Joghurt – am besten griechischer mit etwas Säure – neben den Pancakes ist eine Kombination, die viele unterschätzen. Die Frische des Joghurts bricht die Süße der Pancakes auf und macht die Mahlzeit insgesamt runder.

Wer die Pancakes als Dessert serviert, kann einen kleinen Topf Karamellsauce aus Butter, Zucker und einem Spritzer Orangensaft dazu reichen. Der leichte Orangengeschmack arbeitet wunderbar gegen die Schwere des Karamells – und passt zur Banane besser als Ahornsirup.

Für Kinder sind die Pancakes mit etwas selbstgemachtem Apfelmus eine klassische Kombination – Apfel und Banane ergänzen sich geschmacklich, und das Apfelmus gibt etwas Fruchtigkeit dazu, ohne zu viel Süße hinzuzufügen.

Häufig gestellte Fragen

Können die Pancakes auch mit sehr reifen, fast braunen Bananen gemacht werden?

Ja, und sie werden dabei sogar am besten. Sehr reife Bananen sind süßer und weicher – sie lassen sich leichter zerdrücken und geben dem Teig eine intensivere Bananennote. Bei besonders reifen Früchten den braunen Zucker reduzieren oder weglassen, damit die Pancakes nicht zu süß werden.

Wie erkenne ich, wann die Pancakes gewendet werden sollen?

Die Oberfläche des Pancakes bildet kleine Blasen, die aufplatzen und offen bleiben. Gleichzeitig werden die Ränder etwas matter und verlieren ihren Glanz. Das ist der richtige Zeitpunkt – wer früher wendet, riskiert, dass der Teig noch zu weich ist und der Pancake auseinanderfällt.

Kann man den Teig vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren?

Das funktioniert eingeschränkt: Der Teig kann abgedeckt ein paar Stunden im Kühlschrank stehen. Über Nacht verliert das Backpulver jedoch an Triebkraft, die Pancakes werden dann weniger fluffig. Am besten immer frisch anrühren – der Teig ist so schnell gemacht, dass sich das Vorbereiten kaum lohnt.

Wie lange sind fertig gebackene Pancakes haltbar?

Abgedeckt im Kühlschrank halten sie sich problemlos bis zum nächsten Tag und schmecken auch kalt noch gut. Zum Aufwärmen kurz in die trockene Pfanne bei mittlerer Hitze legen – das macht sie außen wieder leicht knusprig, ohne dass sie trocken werden. Einfrieren funktioniert ebenfalls, einzeln zwischen Backpapier gestapelt.

Diese Pancakes sind eines dieser Rezepte, die man eigentlich nur einmal ausprobieren muss – danach verschwinden überreife Bananen bei uns nie wieder im Biomüll. Wir freuen uns, wenn du sie nachbackst und uns erzählst, welche Variation du ausprobiert hast.

Bitte bewerte unser Rezept mit 5 Sternen wenn es dir geschmeckt hat!

Auch interessant: Smoothie Bowl mit Beeren und Quarkauflauf mit Grieß auf myxoo.de/wordpress/

Bananen-Pancakes

  • 3 reife Bananen
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker (alternativ 1 TL Vanilleextrakt)
  • 80 g brauner Zucker (oder weißer)
  • 200 g Weizenmehl Type 405 (alternativ Dinkelmehl Type 630)
  • 1 EL Backpulver (8 g)
  • 150 ml Milch (mind. 3,5 % Fett)
  • ½ TL Zimt
  • 1 Prise Muskat
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Pflanzenöl pro Pfannencharge

Zum Servieren:

  • 2 feste Bananen
  • Zimtzucker nach Geschmack
  1. Schritt 1: Bananen zerdrücken
  2. Die 3 reifen Bananen in eine große Schüssel geben und mit einer Gabel gründlich zerdrücken – es dürfen ruhig noch kleine Stücke übrig bleiben, die sorgen beim Essen für Bananenmomente im Bissen. Eine Prise Muskat direkt dazugeben und kurz unterrühren.
  3. Stefans Tipp: Wer eine sehr glatte, homogene Masse bevorzugt, kann die Bananen kurz mit dem Stabmixer pürieren. Wer den Bananengeschmack noch deutlicher haben möchte, lässt die Stücke einfach grober.
  4. Schritt 2: Ei-Mischung anrühren
  5. In einer zweiten Schüssel das 1 Ei mit 80 g braunem Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Zimt und 1 Prise Salz mit dem Schneebesen gründlich verquirlen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und die Mischung leicht schaumig ist.
  6. Wichtig: Das Ei sollte Zimmertemperatur haben – direkt aus dem Kühlschrank verbindet es sich schlechter mit dem Zucker und kann den Teig ungleichmäßig machen. Kurz vorher aus dem Kühlschrank nehmen lohnt sich.
  7. Schritt 3: Alles zusammenführen
  8. Die Ei-Mischung zu den zerdrückten Bananen gießen und mit den Quirlen des Handrührers kurz verrühren. Dann 200 g Mehl mit dem Backpulver vermischen und abwechselnd mit den 150 ml Milch nach und nach unterheben – immer etwas Mehl, dann etwas Milch, bis alles eingearbeitet ist.
  9. Gut zu wissen: Den Teig 3–5 Minuten ruhen lassen, bevor es ans Ausbacken geht. Das Mehl quillt auf, der Teig wird etwas dicker und lässt sich leichter portionieren. Besonders bei sehr reifen, weichen Bananen macht diese kurze Pause den Unterschied.
  10. Schritt 4: Ausbacken in der Pfanne
  11. Eine beschichtete Pfanne auf mittlere Hitze bringen und 1 EL Öl hineingeben. Mit einem kleinen Schöpflöffel (ca. 25 ml) Teig portionsweise in die Pfanne geben und runde Pancakes formen – Zieldurchmesser etwa 7–9 cm. Pro Seite ca. 1 Minute ausbacken.
  12. Küchen-Trick: Den richtigen Wendzeitpunkt erkennt man daran, dass die Oberfläche Blasen wirft und die Ränder leicht matt werden – also nicht mehr glänzen. Wer zu früh wendet, riskiert, dass die Pancakes auseinanderfallen. Für jede neue Charge frisches Öl in die Pfanne geben, sonst verbrennen die letzten Pancakes am Boden.

Unser besonderer Trick
Wir geben kurz nach dem Einlegen des Teigs in die Pfanne – noch bevor sich die Oberfläche schließt – ein paar gefrorene Blaubeeren direkt auf die rohe Oberseite jedes Pancakes. Wenn man dann wendet, sind die Beeren eingeschlossen und schmelzen beim Ausbacken leicht ein. Keine Garnitur, die beim ersten Biss wegrollt, sondern Frucht, die im Pancake steckt. Der Säurekontrast zur süßen Banane macht das Ergebnis deutlich interessanter als jedes Topping von oben.

Hi

Ich bin Stefan.

Ich glaube, dass gutes Essen keine Raketenwissenschaft sein muss. Bei myxoo findest du Rezepte, die wirklich gelingen — egal ob du nach einem langen Arbeitstag kochst oder die Familie am Wochenende satt machen willst. Einfach, ehrlich, alltagstauglich.

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