Gemüseeintopf mit Kartoffeln – herzhaft & schnell
Draußen ist es grau, der Tag war lang, und der Kühlschrank quellt über von Gemüse, das dringend verbraucht werden will. Genau für solche Momente haben wir diesen Gemüseeintopf mit Kartoffeln. Ein einziger großer Topf, und das Abendessen steht in unter 40 Minuten auf dem Tisch.
Was dieses Rezept so besonders macht: Es ist durch und durch vegan, vollgepackt mit frischem Gemüse und trotzdem so sättigend, dass niemand am Tisch hungrig aufsteht. Unser kleiner Trick mit selbstgemachtem Petersilienöl gibt dem Eintopf am Ende eine frische, leicht grüne Note, die ihn von einem gewöhnlichen Gemüsegericht abhebt.
Gesamtzeit: 35 Min. | Portionen: 4 | Schwierigkeit: mittel

Alle Zutaten auf einen Blick
- 1 Liter Gemüsebrühe (selbstgemacht oder Bio-Fertigprodukt)
- 500 g Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
- 250 g TK-Bohnen (grün)
- 1 Bund Suppengrün (ca. 500 g) – bestehend aus Lauch, Knollensellerie, Möhren und Petersilie
- 1 extra Möhre
- 1 Kohlrabi (ca. 300 g) – am besten mit zartem Blattgrün
- 1 Tomate
- 1 große Zwiebel
- 2 Lorbeerblätter
- 2 EL Pflanzenöl (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
- 1 TL Majoran (getrocknet und gerebelt)
- Salz, schwarzer Pfeffer und Muskatnuss nach Geschmack
Für das Petersilienöl: Petersilie aus dem Suppengrün-Bund, das zarte Grün des Kohlrabis, 2–3 EL mildes Olivenöl oder Rapsöl sowie ½ TL Salz.
Kartoffeln: Vorwiegend festkochende Sorten behalten beim Kochen ihre Form und zerfallen nicht in der Brühe. So hat der Eintopf am Ende noch Biss und sieht im Teller wirklich ansprechend aus.
TK-Bohnen: Tiefgekühlte Bohnen sind eine echte Erleichterung im Alltag. Sie müssen nicht geputzt werden, sind durch das Schockfrosten gut mit Nährstoffen versorgt und lassen sich direkt in den kochenden Topf geben.
Suppengrün: Das Bund enthält gleich vier Gemüse in einem. Wer kein fertig gebündeltes Suppengrün findet, kann Lauch, Knollensellerie, Möhren und Petersilie auch einzeln kaufen – die Mengen bleiben dabei dieselben.
Majoran: Dieses Kraut ist der geheime Geschmacksgeber in vielen deutschen Eintopf-Klassikern. Sein leicht herb-würziges Aroma passt perfekt zu Kartoffeln und Wurzelgemüse und gibt dem Gericht seine typische herzhafte Tiefe.
Zubereitung: Schritt für Schritt
Schritt 1: Gemüse vorbereiten
Schäle die 500 g Kartoffeln, die Möhren aus dem Suppengrün-Bund, die 1 extra Möhre, den Knollensellerie und den Kohlrabi. Den Lauch putzt du, indem du das äußere Blatt entfernst, ihn dann gründlich unter fließendem Wasser wäschst und trocken schüttelst. Petersilie und Tomate ebenfalls abwaschen. Das zarte Kohlrabigrün separat zur Seite legen – es kommt ins Petersilienöl.
Gut zu wissen: Wer das Kohlrabigrün mit nutzt, verwertet ein Stück Gemüse, das viele sonst in den Kompost werfen. Es enthält Vitamin C und gibt dem Öl eine angenehm milde Frische.
Schritt 2: Alles in Form schneiden
Schneide den Lauch in ca. 1 cm dicke Halbringe und die Zwiebel in kleine Würfel. Die Kartoffeln kommen in ca. 1,5 cm große Stücke, die Möhren in ca. 3 mm dünne Scheiben. Kohlrabi, Knollensellerie und Tomate schneidest du ebenfalls in ca. 1 cm große Würfel. Gleichzeitig gibst du die Petersilie und das Kohlrabigrün in ein hohes Gefäß und pürierst beides mit dem Stabmixer zusammen mit 2–3 EL Öl und ½ TL Salz zu einem glatten Petersilienöl.
Stefans Tipp: Schneide das Gemüse so gleichmäßig wie möglich. Unterschiedlich große Stücke garen ungleichmäßig – manche Würfel werden matschig, während andere noch Biss haben wollen.
Schritt 3: Zwiebel und Lauch anschwitzen
Erhitze 2 EL Pflanzenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Gib Zwiebelwürfel und Lauchringe hinein und lass sie 2 Minuten glasig dünsten, bis sie weich werden und angenehm duften.
Wichtig: Das Anschwitzen von Zwiebel und Lauch ist kein optionaler Schritt. Dabei lösen sich Aromastoffe, die dem späteren Eintopf eine geschmackliche Tiefe geben, die entsteht, wenn man alles einfach roh in die Brühe wirft.
Schritt 4: Restliches Gemüse mit andünsten
Jetzt kommt das gesamte restliche Gemüse – außer den Bohnen – in den Topf. Alles 2–3 Minuten bei mittlerer Hitze sanft mitdünsten lassen und dabei ein- bis zweimal umrühren, damit nichts am Topfboden haftet.
Küchen-Trick: Diese kurze Röstphase gibt dem Gemüse eine leichte Süße und verhindert, dass der Eintopf später wässrig schmeckt. Der Unterschied ist deutlich spürbar.
Schritt 5: Aufgießen, würzen und köcheln lassen
Gieß den Topf mit 1 Liter Gemüsebrühe auf und gib sofort die 250 g TK-Bohnen dazu. Würze alles mit 1 Prise Salz, ¼ TL schwarzem Pfeffer, einer Prise Muskatnuss, 2 Lorbeerblättern und 1 TL Majoran. Jetzt kurz aufkochen und dann mit aufgelegtem Deckel bei geringer bis mittlerer Hitze 10–12 Minuten köcheln lassen, bis Kartoffeln und Gemüse durchgegart, aber noch bissfest sind.
Wichtig: Wir gießen bewusst mit Gemüsebrühe auf und nicht mit reinem Wasser. In nur 10 Minuten Kochzeit haben die Gemüsestücke keine Chance, genug Aroma ans Wasser abzugeben. Die Brühe gibt dem Ganzen von Anfang an Kraft und Würze.
Schritt 6: Abschmecken und servieren
Nimm die Lorbeerblätter aus dem Topf und schmeck den Eintopf mit Salz und Pfeffer final ab. Füll ihn in tiefe Teller und beträufle jede Portion mit einem Löffel des selbstgemachten Petersilienöls.
Stefans Tipp: Gib das Petersilienöl erst kurz vor dem Servieren in den Teller und niemals direkt in den heißen Topf. Hitze zerstört die frischen Aromen und das schöne Grün des Öls.
Unser besonderer Trick
Das selbstgemachte Petersilienöl ist unser persönlicher Dreh, der diesen Eintopf aus dem Alltäglichen herausholt. Wir pürieren die Petersilienstiele und -blätter gemeinsam mit dem zarten Kohlrabigrün, das sonst niemand benutzt. Das Ergebnis ist ein leuchtendes, frisches Öl mit einer intensiv grünen Farbe und einem Aroma, das den fertigen Eintopf im Teller sofort aufwertet. Es dauert keine zwei Minuten und macht aus einem einfachen Suppenabend ein richtiges Wohlfühlessen.
Das Rezept nach deinem Geschmack
Du hast gerade keinen Kohlrabi zu Hause? Kein Problem – Pastinaken, Blumenkohl oder Brokkoli fügen sich genauso gut in den Eintopf ein und verändern den Charakter des Gerichts auf angenehme Weise.
Wer den Eintopf noch sättigender machen möchte, kann weiße Bohnen oder Kichererbsen aus der Dose hinzufügen. Einfach abtropfen, abspülen und in den letzten fünf Minuten in den Topf geben – so liefert das Gericht deutlich mehr Protein.
Für eine besonders cremige Variante empfehlen wir mehligkochende Kartoffeln statt festkochender. Am Ende der Garzeit einfach ein paar Stücke mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken, und die Brühe wird von selbst sämiger und gebundener.
Wer keine Kartoffeln mag oder gerade keine griffbereit hat, kann sie problemlos durch Süßkartoffeln oder kleine Suppennudeln ersetzen. Suppennudeln benötigen dabei weniger Garzeit, also erst in den letzten 5 Minuten in den Topf geben.
4 Gründe, warum du dieses Rezept lieben wirst
1. Mit einer Gesamtzeit von nur 35 Minuten ist dieser Eintopf eines unserer schnellsten Rezepte für einen vollständigen Hauptgang.
2. Das Rezept ist von Natur aus vegan und glutenfrei, ohne dass man etwas weglassen oder ersetzen müsste.
3. Der Eintopf lässt sich wunderbar vorbereiten: Er schmeckt am nächsten Tag aufgewärmt sogar noch aromatischer, weil die Gewürze über Nacht richtig einziehen können.
4. Du kannst fast jedes Gemüse aus dem Kühlschrank verwenden, das aufgebraucht werden muss – dieses Rezept ist ein echter Retter gegen Lebensmittelverschwendung.
Was steckt drin?
Dieser Eintopf ist ein echtes Vitaminpaket. Möhren und Kohlrabi liefern Beta-Carotin und Vitamin C, die grünen Bohnen steuern Ballaststoffe und Folsäure bei, und die Kartoffeln sorgen für langanhaltende Sättigung durch komplexe Kohlenhydrate. Das Petersilienöl am Ende ist dabei kein reines Geschmackswerkzeug – Petersilie zählt zu den Kräutern mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt überhaupt, und das Olivenöl unterstützt die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine aus dem Gemüse.
Nährwerte pro Portion (ca.): 327 kcal | 35 g Kohlenhydrate | 9 g Eiweiß | 14 g Fett
Was passt dazu?
Ein kräftiges Bauernbrot oder ein knuspriges Baguette ist die klassische Begleitung, die beim Auftunken der letzten Reste aus dem Teller unschlagbar ist. Wer es etwas ausgefallener mag, streut knusprig geröstete Croutons direkt in den Teller und bekommt so einen schönen Kontrast zum weichen Gemüse. Eine Scheibe Roggenbrot mit Butter passt ebenfalls hervorragend und macht die ganze Mahlzeit noch deftiger. Für einen leichteren Abend reicht auch ein einfacher grüner Salat als Starter davor.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich den Gemüseeintopf mit Kartoffeln einfrieren?
Ja, der Eintopf lässt sich sehr gut einfrieren. Am besten portionsweise in Gefrierbehälter füllen und bis zu drei Monate tiefkühlen. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag bei mittlerer Hitze langsam erwärmen. Das Petersilienöl dabei erst nach dem Aufwärmen frisch hinzugeben.
Welche Kartoffeln eignen sich am besten für den Gemüseeintopf?
Wir empfehlen vorwiegend festkochende Kartoffeln. Diese bleiben beim Kochen in Form und zerfallen nicht in der Brühe, sodass der Eintopf eine angenehme Konsistenz behält. Wer eine sämigere Brühe bevorzugt, greift zu mehligkochenden Sorten und zerdrückt am Ende einen Teil der Kartoffeln direkt im Topf.
Wie lange hält sich der Gemüseeintopf im Kühlschrank?
Gut abgedeckt oder in einem verschlossenen Behälter hält sich der Eintopf im Kühlschrank bis zu zwei Tage. Vor dem erneuten Servieren einfach im Topf bei mittlerer Hitze aufwärmen und bei Bedarf mit etwas Gemüsebrühe oder Wasser auffrischen, da der Eintopf über Nacht etwas eindickt.
Kann ich frische Bohnen statt TK-Bohnen verwenden?
Frische grüne Bohnen funktionieren genauso gut. Sie werden in der gleichen Größe wie die anderen Gemüsestücke geschnitten und kommen zu Beginn der Kochzeit in den Topf, also zusammen mit der Brühe. TK-Bohnen sind praktisch, weil sie bereits blanchiert sind und etwas weniger Garzeit benötigen.
Wir hoffen, dass dieser herzhafte Gemüseeintopf bei euch genauso gut ankommt wie bei uns in der Küche. Probiert ihn an einem dieser Abende aus, an denen ihr einfach etwas Wärmendes braucht – ihr werdet überrascht sein, wie schnell ein so geschmackvoller Topf entstehen kann.
Bitte bewerte unser Rezept mit 5 Sternen wenn es dir geschmeckt hat!
Auch interessant: Unser cremiger Linseneintopf mit Karotten und unser sättigender Kartoffelauflauf auf myxoo.de/wordpress/
Gemüseeintopf mit Kartoffeln – herzhaft & schnell
- 1 Liter Gemüsebrühe (selbstgemacht oder Bio-Fertigprodukt)
- 500 g Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
- 250 g TK-Bohnen (grün)
- 1 Bund Suppengrün (ca. 500 g – bestehend aus Lauch, Knollensellerie, Möhren und Petersilie)
- 1 extra Möhre
- 1 Kohlrabi (ca. 300 g – am besten mit zartem Blattgrün)
- 1 Tomate
- 1 große Zwiebel
- 2 Lorbeerblätter
- 2 EL Pflanzenöl (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
- 1 TL Majoran (getrocknet und gerebelt)
- Salz (schwarzer Pfeffer und Muskatnuss nach Geschmack)
- Schäle die 500 g Kartoffeln, die Möhren aus dem Suppengrün-Bund, die 1 extra Möhre, den Knollensellerie und den Kohlrabi. Den Lauch putzt du, indem du das äußere Blatt entfernst, ihn dann gründlich unter fließendem Wasser wäschst und trocken schüttelst. Petersilie und Tomate ebenfalls abwaschen. Das zarte Kohlrabigrün separat zur Seite legen – es kommt ins Petersilienöl.
- Gut zu wissen: Wer das Kohlrabigrün mit nutzt, verwertet ein Stück Gemüse, das viele sonst in den Kompost werfen. Es enthält Vitamin C und gibt dem Öl eine angenehm milde Frische.
- Schritt 2: Alles in Form schneiden
- Schneide den Lauch in ca. 1 cm dicke Halbringe und die Zwiebel in kleine Würfel. Die Kartoffeln kommen in ca. 1,5 cm große Stücke, die Möhren in ca. 3 mm dünne Scheiben. Kohlrabi, Knollensellerie und Tomate schneidest du ebenfalls in ca. 1 cm große Würfel. Gleichzeitig gibst du die Petersilie und das Kohlrabigrün in ein hohes Gefäß und pürierst beides mit dem Stabmixer zusammen mit 2–3 EL Öl und ½ TL Salz zu einem glatten Petersilienöl.
- Stefans Tipp: Schneide das Gemüse so gleichmäßig wie möglich. Unterschiedlich große Stücke garen ungleichmäßig – manche Würfel werden matschig, während andere noch Biss haben wollen.
- Schritt 3: Zwiebel und Lauch anschwitzen
- Erhitze 2 EL Pflanzenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Gib Zwiebelwürfel und Lauchringe hinein und lass sie 2 Minuten glasig dünsten, bis sie weich werden und angenehm duften.
- Wichtig: Das Anschwitzen von Zwiebel und Lauch ist kein optionaler Schritt. Dabei lösen sich Aromastoffe, die dem späteren Eintopf eine geschmackliche Tiefe geben, die entsteht, wenn man alles einfach roh in die Brühe wirft.
- Schritt 4: Restliches Gemüse mit andünsten
- Jetzt kommt das gesamte restliche Gemüse – außer den Bohnen – in den Topf. Alles 2–3 Minuten bei mittlerer Hitze sanft mitdünsten lassen und dabei ein- bis zweimal umrühren, damit nichts am Topfboden haftet.
- Küchen-Trick: Diese kurze Röstphase gibt dem Gemüse eine leichte Süße und verhindert, dass der Eintopf später wässrig schmeckt. Der Unterschied ist deutlich spürbar.
- Schritt 5: Aufgießen, würzen und köcheln lassen
- Gieß den Topf mit 1 Liter Gemüsebrühe auf und gib sofort die 250 g TK-Bohnen dazu. Würze alles mit 1 Prise Salz, ¼ TL schwarzem Pfeffer, einer Prise Muskatnuss, 2 Lorbeerblättern und 1 TL Majoran. Jetzt kurz aufkochen und dann mit aufgelegtem Deckel bei geringer bis mittlerer Hitze 10–12 Minuten köcheln lassen, bis Kartoffeln und Gemüse durchgegart, aber noch bissfest sind.
- Wichtig: Wir gießen bewusst mit Gemüsebrühe auf und nicht mit reinem Wasser. In nur 10 Minuten Kochzeit haben die Gemüsestücke keine Chance, genug Aroma ans Wasser abzugeben. Die Brühe gibt dem Ganzen von Anfang an Kraft und Würze.
- Schritt 6: Abschmecken und servieren
- Nimm die Lorbeerblätter aus dem Topf und schmeck den Eintopf mit Salz und Pfeffer final ab. Füll ihn in tiefe Teller und beträufle jede Portion mit einem Löffel des selbstgemachten Petersilienöls.
- Stefans Tipp: Gib das Petersilienöl erst kurz vor dem Servieren in den Teller und niemals direkt in den heißen Topf. Hitze zerstört die frischen Aromen und das schöne Grün des Öls.