Hähnchen-Gyros mit Feta-Tzatziki – schnell & mediterran
Mittwochabend, es ist halb sieben, und eigentlich wollte niemand lange in der Küche stehen. Genau in solchen Momenten kommt dieses Hähnchen-Gyros ins Spiel: Die Pfanne brutzelt, es duftet nach Oregano und Knoblauch, und nach unter einer Stunde steht etwas auf dem Tisch, das sich anfühlt wie ein Abend am Mittelmeer.
Was dieses Rezept besonders macht? Das Tzatziki wird nicht mit Gurke, sondern mit zerbröseltem Feta angerührt – das gibt ihm eine salzige Tiefe, die man so von der normalen Variante nicht kennt. Dazu kommt Hähnchen, das kurz mariniert und dann scharf angebraten wird, sodass es außen leicht karamellisiert und innen saftig bleibt. Wir zeigen euch hier jeden Schritt genau, damit es beim ersten Mal direkt gelingt.
Gesamtzeit: ca. 60 Min. | Portionen: 4 | Schwierigkeit: leicht

Alle Zutaten auf einen Blick
- 500 g Hähnchenbrustfilet
- 2 EL Olivenöl (für die Marinade)
- 2 TL getrockneter Oregano
- 1 TL Paprikapulver
- 1 TL Knoblauchpulver
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- 4 Pitabrote
- 1 kleine rote Zwiebel
- 1 Tomate
- 1 Salatgurke
- 1 Handvoll frischer Salat (z.B. Rucola)
Für das Feta-Tzatziki:
- 200 g Feta-Käse
- 150 g griechischer Joghurt
- 1 Knoblauchzehe
- 1 EL Zitronensaft
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL Dill (frisch oder getrocknet)
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
Hähnchenbrustfilet: Wir verwenden bewusst die Brust und keine Schenkel – sie lässt sich besonders dünn schneiden, nimmt die Marinade schnell auf und gart in wenigen Minuten durch. Wer mag, kann aber auch Oberschenkelfilets nehmen; die bleiben noch etwas saftiger.
Feta-Käse im Tzatziki: Der Feta ersetzt hier die klassische Gurkenreibe. Er bringt eine natürliche Salzigkeit mit, die das Tzatziki runder und gehaltvoller macht – ohne dass man nachsalzen muss. Wichtig: einen guten Block-Feta kaufen und selbst zerbröseln, der fertig gekrümelte aus dem Beutel ist oft zu trocken.
Paprikapulver: Wer es etwas rauchiger mag, tauscht das normale Paprikapulver gegen geräuchertes aus (pimentón de la Vera). Das kostet kaum mehr, gibt dem Hähnchen aber sofort eine Grillnote – auch wenn man es in der Pfanne zubereitet.
Zubereitung: Schritt für Schritt
Schritt 1: Hähnchen marinieren
Das Hähnchenbrustfilet quer zur Faser in dünne Streifen schneiden – ungefähr einen halben Zentimeter dick. Je gleichmäßiger die Stücke, desto gleichmäßiger garen sie. In einer Schüssel mit 2 EL Olivenöl, Oregano, Paprikapulver, Knoblauchpulver, Salz und Pfeffer vermengen, bis alle Streifen gut bedeckt sind. Abdecken und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.
Stefans Tipp: Wenn ihr die Zeit habt, das Hähnchen am Vorabend zu marinieren, lohnt sich das sehr. Über Nacht dringen die Gewürze tiefer ins Fleisch ein, und das schmeckt man beim ersten Bissen sofort.
Schritt 2: Feta-Tzatziki anrühren
Den Feta mit einer Gabel fein zerbröseln – nicht zu fein, ein paar kleine Stücke dürfen bleiben. Mit 150 g griechischem Joghurt, der gepressten Knoblauchzehe, 1 EL Zitronensaft, 1 EL Olivenöl und dem Dill verrühren. Mit Pfeffer abschmecken, Salz erst zum Schluss probieren – der Feta bringt schon viel mit. Direkt in den Kühlschrank stellen.
Gut zu wissen: Das Tzatziki schmeckt nach einer Stunde Ruhezeit im Kühlschrank deutlich besser als frisch angerührt. Die Säure aus dem Zitronensaft mildert sich, und der Knoblauch verbindet sich mit dem Feta zu einem runden Geschmack.
Schritt 3: Hähnchen anbraten
Eine Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen und einen kleinen Schuss Olivenöl hineingeben. Die marinierten Hähnchenstreifen portionsweise einlegen – nicht zu viele auf einmal, sonst dämpfen sie statt zu braten. 5 bis 7 Minuten braten, dabei einmal wenden. Das Hähnchen ist fertig, wenn es leicht goldbraune Stellen hat und sich kein rosa Fleisch mehr zeigt.
Wichtig: Die Pfanne wirklich heiß werden lassen, bevor das Fleisch hineinkommt. Nur so entsteht diese leicht knusprige Außenseite, die dem Gyros seinen typischen Charakter gibt.
Schritt 4: Pitabrote erwärmen und anrichten
Die Pitabrote 1 bis 2 Minuten in einer trockenen Pfanne von beiden Seiten erwärmen, bis sie weich und leicht gebräunt sind. Rote Zwiebel in Ringe, Tomate in Würfel und Gurke in Scheiben schneiden. Auf jeden Fladen zuerst etwas Salat legen, dann das gebratene Hähnchen darauf verteilen, Gemüse draufgeben und das Feta-Tzatziki großzügig darüber löffeln.
Küchen-Trick: Wer die Pitabrote kurz mit einem feuchten Tuch bedeckt und dann in der Pfanne erwärmt, bekommt eine besonders weiche, biegsame Konsistenz – ideal zum Einrollen, ohne dass der Fladen reißt.
Unser besonderer Trick
Wir geben direkt vor dem Servieren einen kleinen Schuss frisch gepressten Zitronensaft über das fertige Gyros – nicht über alles, sondern gezielt auf das Hähnchen. Das Säurespiel zwischen dem salzigen Feta-Tzatziki und dem zitronigen Akzent macht geschmacklich einen überraschend großen Unterschied. Klingt simpel, aber probiert es einmal aus: Die Aromen wirken plötzlich lebendiger und frischer, obwohl ihr nichts an der Zubereitung geändert habt.
Das Rezept nach deinem Geschmack
Wer das Gyros gerne etwas wärmer und kräftiger mag, kann einen Teelöffel Harissa-Paste in die Marinade einrühren. Die nordafrikanische Chili-Paste passt gut zu den mediterranen Gewürzen und hebt den Eigengeschmack des Hähnchens an, ohne ihn zu überdecken.
Für eine vegetarische Version empfehlen wir festen Halloumi, den ihr in derselben Gewürzmischung mariniert und dann in der Pfanne goldbraun bratet. Halloumi hat den Vorteil, dass er kaum Flüssigkeit verliert und auch nach dem Abkühlen noch Biss hat – perfekt für alle, die die Gyros-Stücke vorbereiten und erst später zusammenbauen.
Wer weniger Kohlenhydrate essen möchte, lässt das Pitabrot einfach weg und richtet alles als Gyros-Bowl an: Hähnchen und Gemüse auf einem Bett aus Rucola, das Tzatziki als Dressing drüber – und fertig ist eine leichte, sättigende Mahlzeit.
4 Gründe, warum du dieses Rezept lieben wirst
1. Das Feta-Tzatziki lässt sich am Vortag zubereiten – an stressigen Werktagen ist das Gold wert, weil der aufwendigste Teil der Arbeit schon erledigt ist.
2. Das Rezept braucht keine exotischen Zutaten; alles davon bekommt ihr im normalen Supermarkt, und der Einkauf dauert keine zehn Minuten.
3. Jeder am Tisch kann sich sein Gyros selbst zusammenbauen – das macht besonders bei Kindern oder Gästen mit verschiedenen Vorlieben das Essen entspannter und lustiger.
4. Übrig gebliebenes Hähnchen und Tzatziki halten sich im Kühlschrank bis zum nächsten Tag und schmecken kalt als Wrap-Füllung fürs Mittagessen genauso gut.
Was steckt drin?
Hähnchenbrust gehört zu den eiweißreichsten Fleischsorten überhaupt – bei gleichzeitig sehr wenig Fett. Das macht dieses Gyros zu einer Mahlzeit, die satt macht, ohne schwer im Magen zu liegen. Der griechische Joghurt im Tzatziki liefert zusätzlich Calcium und unterstützt eine gesunde Darmflora. Das Olivenöl in der Marinade sorgt für ungesättigte Fettsäuren, die gut fürs Herz-Kreislauf-System sind. Frische Tomaten und Gurke steuern Vitamin C sowie viel Wasser bei – beides hilft dem Körper gerade an warmen Tagen.
Nährwerte pro Portion (ca.): 470 kcal | 38 g Kohlenhydrate | 38 g Eiweiß | 16 g Fett
Was passt dazu?
Ein einfacher Dip aus Oliven, etwas Olivenöl und frisch gehackter Petersilie neben den Pitabroten auf dem Tisch macht aus dem Abendessen schnell ein kleines Meze-Feeling – jeder greift nach Belieben zu. Wer die Mahlzeit etwas fülliger möchte, reicht dazu einen kalten Couscous-Salat mit Minze und Granatapfelkernen; die fruchtige Säure des Granatapfels harmoniert sehr gut mit dem salzigen Feta. Für Kinder, die keine scharfen oder sauren Komponenten mögen, funktioniert auch ein milder Naturjoghurt mit einem Hauch Honig als alternative Sauce. Und wer einen leichten Wein zum Essen sucht: ein trockener griechischer Weißwein wie Assyrtiko passt hervorragend.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange sollte ich das Hähnchen mindestens marinieren?
30 Minuten sind das absolute Minimum, damit die Gewürze ins Fleisch einziehen. Wenn ihr die Zeit habt, lohnt sich eine Marinade über Nacht im Kühlschrank – das Hähnchen wird dann merklich zarter und aromatischer. Länger als 24 Stunden sollte es jedoch nicht in der Marinade bleiben, da die Säure aus dem Olivenöl die Fleischtextur nach einer Weile verändert.
Kann ich das Feta-Tzatziki mehrere Tage im Voraus machen?
Ja, das klappt sehr gut. Im luftdichten Behälter hält es sich bis zu zwei Tage im Kühlschrank. Nach dem Anrühren verändert sich der Geschmack sogar positiv: Die einzelnen Zutaten verbinden sich besser miteinander, und der Knoblauchgeschmack wird runder. Vor dem Servieren kurz durchrühren und falls nötig einen Spritzer Zitronensaft nachgeben.
Welches Öl eignet sich am besten zum Anbraten des Hähnchens?
Für das scharfe Anbraten empfehlen wir ein neutrales Öl mit hohem Rauchpunkt – zum Beispiel Sonnenblumen- oder Rapsöl. Olivenöl eignet sich zwar gut für die Marinade, verbrennt aber bei sehr hoher Hitze schnell. Wer den Olivenöl-Geschmack trotzdem möchte, kann am Ende des Bratvorgangs noch einen kleinen Schuss gutes Olivenöl in die Pfanne geben.
Wie bewahre ich Reste am besten auf?
Gebratenes Hähnchen und Feta-Tzatziki getrennt voneinander in verschlossenen Behältern im Kühlschrank aufbewahren – hält sich problemlos bis zum nächsten Tag. Das Gemüse erst dann frisch schneiden, wenn ihr die Reste aufesst, sonst zieht es Wasser und wird weich. Die Pitabrote am besten in einem Tuch eingewickelt bei Raumtemperatur lagern oder kurz vor dem Essen nochmals erwärmen.
Wir hoffen, dieses Gyros bringt euch genauso viel Freude beim Zubereiten wie uns – es ist eines dieser Gerichte, die nach dem ersten Mal direkt ins feste Wochenmenü wandern. Probiert es aus, und lasst uns in den Kommentaren wissen, ob das Feta-Tzatziki genauso gut bei euch ankommt wie bei uns!
Bitte bewerte unser Rezept mit 5 Sternen wenn es dir geschmeckt hat!
Auch interessant: Unser saftiger Gemüseeintopf und die knusprigen Knoblauch-Ecken auf myxoo.de/wordpress/
Hähnchen-Gyros mit Feta-Tzatziki
- 500 g Hähnchenbrustfilet
- 2 EL Olivenöl (für die Marinade)
- 2 TL getrockneter Oregano
- 1 TL Paprikapulver
- 1 TL Knoblauchpulver
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- 4 Pitabrote
- 1 kleine rote Zwiebel
- 1 Tomate
- 1 Salatgurke
- 1 Handvoll frischer Salat (z.B. Rucola)
Für das Feta-Tzatziki:
- 200 g Feta-Käse
- 150 g griechischer Joghurt
- 1 Knoblauchzehe
- 1 EL Zitronensaft
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL Dill (frisch oder getrocknet)
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Schritt 1: Hähnchen marinieren
- Das Hähnchenbrustfilet quer zur Faser in dünne Streifen schneiden – ungefähr einen halben Zentimeter dick. Je gleichmäßiger die Stücke, desto gleichmäßiger garen sie. In einer Schüssel mit 2 EL Olivenöl, Oregano, Paprikapulver, Knoblauchpulver, Salz und Pfeffer vermengen, bis alle Streifen gut bedeckt sind. Abdecken und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.
- Stefans Tipp: Wenn ihr die Zeit habt, das Hähnchen am Vorabend zu marinieren, lohnt sich das sehr. Über Nacht dringen die Gewürze tiefer ins Fleisch ein, und das schmeckt man beim ersten Bissen sofort.
- Schritt 2: Feta-Tzatziki anrühren
- Den Feta mit einer Gabel fein zerbröseln – nicht zu fein, ein paar kleine Stücke dürfen bleiben. Mit 150 g griechischem Joghurt, der gepressten Knoblauchzehe, 1 EL Zitronensaft, 1 EL Olivenöl und dem Dill verrühren. Mit Pfeffer abschmecken, Salz erst zum Schluss probieren – der Feta bringt schon viel mit. Direkt in den Kühlschrank stellen.
- Gut zu wissen: Das Tzatziki schmeckt nach einer Stunde Ruhezeit im Kühlschrank deutlich besser als frisch angerührt. Die Säure aus dem Zitronensaft mildert sich, und der Knoblauch verbindet sich mit dem Feta zu einem runden Geschmack.
- Schritt 3: Hähnchen anbraten
- Eine Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen und einen kleinen Schuss Olivenöl hineingeben. Die marinierten Hähnchenstreifen portionsweise einlegen – nicht zu viele auf einmal, sonst dämpfen sie statt zu braten. 5 bis 7 Minuten braten, dabei einmal wenden. Das Hähnchen ist fertig, wenn es leicht goldbraune Stellen hat und sich kein rosa Fleisch mehr zeigt.
- Wichtig: Die Pfanne wirklich heiß werden lassen, bevor das Fleisch hineinkommt. Nur so entsteht diese leicht knusprige Außenseite, die dem Gyros seinen typischen Charakter gibt.
- Schritt 4: Pitabrote erwärmen und anrichten
- Die Pitabrote 1 bis 2 Minuten in einer trockenen Pfanne von beiden Seiten erwärmen, bis sie weich und leicht gebräunt sind. Rote Zwiebel in Ringe, Tomate in Würfel und Gurke in Scheiben schneiden. Auf jeden Fladen zuerst etwas Salat legen, dann das gebratene Hähnchen darauf verteilen, Gemüse draufgeben und das Feta-Tzatziki großzügig darüber löffeln.
- Küchen-Trick: Wer die Pitabrote kurz mit einem feuchten Tuch bedeckt und dann in der Pfanne erwärmt, bekommt eine besonders weiche, biegsame Konsistenz – ideal zum Einrollen, ohne dass der Fladen reißt.
Unser besonderer Trick
Wir geben direkt vor dem Servieren einen kleinen Schuss frisch gepressten Zitronensaft über das fertige Gyros – nicht über alles, sondern gezielt auf das Hähnchen. Das Säurespiel zwischen dem salzigen Feta-Tzatziki und dem zitronigen Akzent macht geschmacklich einen überraschend großen Unterschied. Klingt simpel, aber probiert es einmal aus: Die Aromen wirken plötzlich lebendiger und frischer, obwohl ihr nichts an der Zubereitung geändert habt.