Orzo Salat – italienisches Rezept mit Rucola und Feta
Manchmal ist die beste Idee für ein Mittagessen die, die man eigentlich nur als Beilage geplant hatte. Dieser Orzo Salat hat bei uns genau das gemacht – er sollte zum Grillen dabei sein und wurde stattdessen zur Hauptattraktion auf dem Tisch. Keiner hat sich gewundert, alle haben nachgegriffen.
Orzo sind kleine, reisförmige Nudeln, auch als Kritharaki oder Risoni bekannt, die man inzwischen in fast jedem Supermarkt findet. In diesem Salat verbinden sie sich mit Kirschtomaten, getrockneten Tomaten, Rucola, Mozzarella, Parmesan und gerösteten Pinienkernen zu einem Gericht, das nach mehr schmeckt als die Summe seiner Zutaten. Das Dressing aus Olivenöl, weißem Balsamico und frischer Zitrone hält alles zusammen – leicht, kräftig, unverwechselbar italienisch.
Gesamtzeit: 30 Min. | Portionen: 4 | Schwierigkeit: leicht

Alle Zutaten auf einen Blick
- 300 g Orzo Nudeln (Kritharaki / Risoni)
- 250 g Kirschtomaten
- 40 g getrocknete Tomaten (ohne Öl)
- 80–100 g Rucola
- 150 g Mozzarella
- 50 g Parmesan
- 50 g Pinienkerne
- 20 Basilikumblätter
- 3 EL Olivenöl (nativ extra)
- 1 EL weißer Balsamico (Condimento Bianco)
- 3 EL Wasser
- Saft und Abrieb einer halben Bio-Zitrone
- 1 Knoblauchzehe, fein gerieben
- 1 TL Honig
- 1 TL italienische Kräuter
- Salz und Pfeffer
Orzo Nudeln: Ihre reisähnliche Form ist kein bloßer Hingucker. Da sie kleiner sind als die meisten Nudelsorten, verteilen sie sich gleichmäßig im Salat und nehmen pro Gabel automatisch etwas von allem mit – Tomaten, Rucola, Käse. Wer keine Orzo findet, kann auf Fregola oder Mini-Farfalle ausweichen, aber Orzo ist die erste Wahl.
Weißer Balsamico: Er gibt dem Dressing eine milde, fruchtige Säure ohne die dunkle Farbe des klassischen Balsamico, der Rucola und Mozzarella optisch eintrüben würde. Das ist hier kein Detail, sondern ein echter Unterschied auf dem Teller.
Getrocknete Tomaten ohne Öl: Sie sind konzentrierter im Geschmack als die in Öl eingelegten und geben dem Salat eine intensive Tomatennote, die die frischen Kirschtomaten so nicht liefern können. In feine Streifen geschnitten verteilen sie sich im Salat, ohne zu dominieren.
Pinienkerne: Unbedingt trocken in der Pfanne rösten – erst dann entfalten sie ihr nussiges Aroma vollständig. Aus der Packung direkt in den Salat bringen sie kaum Geschmack, geröstet sind sie einer der besten Teile des ganzen Gerichts.
Zubereitung: Schritt für Schritt
Schritt 1: Orzo kochen und abkühlen
Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Orzo Nudeln nach Packungsangabe al dente garen, das dauert meist 7–9 Minuten. Abgießen und sofort mit kaltem Wasser abspülen, gut abtropfen lassen und in eine große Schüssel geben.
Wichtig: Das Abspülen mit kaltem Wasser ist bei Nudelsalaten keine optionale Empfehlung. Orzo quellen nach dem Abgießen noch nach und würden im Salat zu weich werden – das kalte Wasser stoppt den Prozess sofort und hält die Nudeln bissfest, auch nach einer Stunde im Kühlschrank.
Schritt 2: Pinienkerne rösten
Eine Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze erhitzen und die Pinienkerne hineingeben. Unter ständigem Bewegen 2–3 Minuten rösten bis sie goldbraun sind. Sofort auf einen Teller oder Küchenpapier geben – in der heißen Pfanne verbrennen sie noch nach.
Stefans Tipp: Niemals aus der Küche gehen wenn Pinienkerne in der Pfanne sind. Sie wechseln von goldbraun zu verbrannt in weniger als einer halben Minute. Augen drauf, Herd nicht verlassen.
Schritt 3: Zutaten vorbereiten
Rucola waschen, trocken schütteln und grob hacken. Kirschtomaten waschen, Strunk entfernen und vierteln oder sechsteln. Getrocknete Tomaten in feine Streifen schneiden. Mozzarella in Würfel schneiden. Parmesan fein reiben. Basilikumblätter abzupfen und grob hacken.
Gut zu wissen: Den Rucola erst kurz vor dem Servieren unterheben, wenn der Salat schon angemacht ist. Rucola wird in Kontakt mit dem Dressing weich – wer ihn knackig möchte, gibt ihn wirklich erst am Ende dazu.
Schritt 4: Dressing anrühren
Olivenöl, weißen Balsamico, Wasser, Zitronensaft und -abrieb, geriebenen Knoblauch, Honig und italienische Kräuter in einem kleinen Glas zusammengeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und kräftig verrühren oder schütteln.
Küchen-Trick: Das Wasser im Dressing klingt ungewöhnlich, macht das Dressing aber leichter und sorgt dafür, dass es sich besser über alle Zutaten verteilt ohne zu fettig zu wirken. Das ist die kleine Geheimwaffe gegen einen schweren Nudelsalat.
Schritt 5: Salat zusammenstellen
Das Dressing über die abgekühlten Orzo gießen und gut vermengen, damit alle Nudeln bedeckt sind. Dann Kirschtomaten, getrocknete Tomaten, Mozzarella, Parmesan und Basilikum unterheben. Rucola und Pinienkerne ganz zum Schluss vorsichtig einarbeiten und den Salat sofort servieren oder bis zum Servieren kühl stellen.
Stefans Tipp: Vor dem Servieren immer nochmal kurz abschmecken. Die Nudeln nehmen beim Stehen etwas Salz auf – manchmal braucht es noch einen kleinen Spritzer Zitrone oder eine Prise Salz nach.
Unser besonderer Trick
Wir geben zum Verfeinern direkt am Tisch einen dünnen Streifen Balsamico Creme über den angerichteten Salat – nicht untermischen, sondern obendrauf. Der leicht süßliche, sirupartige Balsamico setzt einen Kontrast zur Zitronensäure im Dressing und zum herben Rucola, den man so nicht erwartet. Jeder Teller sieht damit auch optisch nach mehr aus als ein schnell zusammengestellter Salat. Alternativ funktioniert ein Schuss frischer Granatapfelsaft genauso überraschend gut.
Das Rezept nach deinem Geschmack
Wer den Salat herzhafter möchte, gibt gebratene Feigenscreiben dazu – Feigen kurz in der Pfanne mit etwas Butter karamellisieren und noch warm über den fertig angerichteten Salat legen. Die Süße der Feige und die Bitterkeit des Rucola sind eine Kombination, die jedes Mal überrascht und die sich mit dem Parmesangeschmack erstaunlich gut versteht.
Für eine Version die auch nach einem langen Tag im Kühlschrank noch funktioniert, lässt man den Rucola komplett weg und ersetzt ihn durch halbierte grüne Oliven und frische Minze. Minze klingt ungewöhnlich im Nudelsalat, aber sie gibt dem Gericht eine mediterrane Frische, die mit dem weißen Balsamico-Dressing perfekt harmoniert und stabiler bleibt als Rucola.
Vegane Variante: Mozzarella und Parmesan weglassen und dafür gewürfelten Räuchertofu und gehobelte Mandelblättchen nehmen. Der Räuchertofu übernimmt die herzhafte Tiefe des Käses, die Mandeln ersetzen die Pinienkerne und geben einen ähnlich nussigen Biss – das Dressing bleibt unverändert.
4 Gründe, warum du dieses Rezept lieben wirst
1. Er ist in 30 Minuten fertig und trotzdem so besonders, dass er auf keinem Buffet wie eine schnelle Verlegenheitslösung wirkt.
2. Orzo sind eine Nudel, die die meisten Gäste noch nicht kennen – das macht ihn automatisch zum Gesprächsstarter am Tisch.
3. Das Dressing kommt ohne Mayonnaise aus und fühlt sich dadurch leichter an als klassische Nudelsalate, sättigt aber genauso gut.
4. Er schmeckt frisch genauso gut wie nach einer Nacht im Kühlschrank – ideal zum Vorkochen für den nächsten Tag.
Was steckt drin?
Rucola liefert Vitamin K und sekundäre Pflanzenstoffe, die ihm seinen charakteristisch bitteren Geschmack geben – und die gleichzeitig gut für die Verdauung sind. Kirschtomaten stecken voller Lycopin, einem Antioxidans das besonders aus verarbeiteten Tomaten gut aufgenommen wird. Das Olivenöl im Dressing bringt einfach ungesättigte Fettsäuren, Parmesan und Mozzarella liefern Calcium und Eiweiß. Pinienkerne ergänzen mit Vitamin E und Magnesium. Für einen Nudelsalat ist das eine bemerkenswert runde Nährstoffbilanz ohne auf Genuss verzichten zu müssen.
Nährwerte pro Portion (ca.): 480 kcal | 48 g Kohlenhydrate | 18 g Eiweiß | 24 g Fett
Was passt dazu?
Der Orzo Salat ist als Grillbeilage gesetzt – er hält sich im Freien gut, muss nicht warm bleiben und sieht auf dem Tisch auch nach einer Stunde noch ansprechend aus. Zu gegrilltem Hähnchen oder Lammspießen ist die Kombination besonders stark, weil das Kräuter-Zitronen-Dressing die Röstaromen des Fleisches aufgreift. Als vollständiges Mittagessen reicht er mit einem Stück gutem Ciabatta, das man ins übrig gebliebene Dressing am Schüsselboden taucht – das klingt simpel und ist trotzdem eines der befriedigendsten Dinge bei diesem Rezept. Wer ihn als leichtes Abendessen serviert, stellt eine kleine Schale Tzatziki daneben: Der Knoblauchgeschmack des Dips spiegelt den Knoblauch im Dressing und macht das Ganze runder. Und für alle die ihn als Lunchbox-Mahlzeit einpacken – die Pinienkerne am besten separat mitnehmen und erst kurz vor dem Essen drüberstreuen, damit sie knusprig bleiben.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Orzo Nudeln und wo bekomme ich sie?
Orzo sind kleine, reisförmige Nudeln aus Hartweizengrieß, die auch unter den Namen Kritharaki oder Risoni bekannt sind. Man findet sie inzwischen in den meisten großen Supermärkten und Discountern, oft im Pasta-Regal neben den anderen Nudelspezialitäten. Im Zweifel lohnt sich ein Blick im Bioladen oder beim italienischen Feinkosthändler.
Kann ich den Orzo Salat am Vortag zubereiten?
Ja, sogar empfehlenswert. Die Nudeln ziehen das Dressing über Nacht auf und schmecken am nächsten Tag intensiver. Rucola und Pinienkerne aber erst kurz vor dem Servieren dazugeben, damit der Rucola knackig bleibt und die Pinienkerne nicht weich werden.
Wie lange hält sich der Salat im Kühlschrank?
Ohne Rucola hält er sich problemlos 2 bis 3 Tage in einem luftdichten Behälter. Mit Rucola besser am selben oder nächsten Tag essen, da er schnell weich wird. Vor dem Servieren immer kurz durchrühren und bei Bedarf mit einem Spritzer Zitrone auffrischen.
Kann ich auch andere Käsesorten verwenden?
Absolut. Feta funktioniert sehr gut und gibt dem Salat eine salzigere, kräftigere Note als Mozzarella. Wer es intensiver mag, nimmt nur Parmesan in größeren Mengen. Beides ist lecker – der Charakter des Salats verändert sich leicht, das Grundprinzip bleibt.
Dieser Salat ist einer unserer liebsten Sommerfunde – einfach zusammengebaut, aber mit einer Komposition aus Zutaten die zusammen wirklich mehr ergeben als man erwartet. Probier ihn beim nächsten Grillen aus oder einfach so zum Mittagessen – er macht in beiden Fällen eine gute Figur.
Bitte bewerte unser Rezept mit 5 Sternen wenn es dir geschmeckt hat!
Auch interessant: Griechischer Bauernsalat und Kalifornischer Spaghetti-Salat auf myxoo.de/wordpress/
Orzo Salat italienisches Rezept
- 300 g Orzo Nudeln (Kritharaki / Risoni)
- 250 g Kirschtomaten
- 40 g getrocknete Tomaten (ohne Öl)
- 80 –100 g Rucola
- 150 g Mozzarella
- 50 g Parmesan
- 50 g Pinienkerne
- 20 Basilikumblätter
- 3 EL Olivenöl (nativ extra)
- 1 EL weißer Balsamico (Condimento Bianco)
- 3 EL Wasser
- Saft und Abrieb einer halben Bio-Zitrone
- 1 Knoblauchzehe (fein gerieben)
- 1 TL Honig
- 1 TL italienische Kräuter
- Salz und Pfeffer
- Schritt 1: Orzo kochen und abkühlen
- Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Orzo Nudeln nach Packungsangabe al dente garen, das dauert meist 7–9 Minuten. Abgießen und sofort mit kaltem Wasser abspülen, gut abtropfen lassen und in eine große Schüssel geben.
- Wichtig: Das Abspülen mit kaltem Wasser ist bei Nudelsalaten keine optionale Empfehlung. Orzo quellen nach dem Abgießen noch nach und würden im Salat zu weich werden – das kalte Wasser stoppt den Prozess sofort und hält die Nudeln bissfest, auch nach einer Stunde im Kühlschrank.
- Schritt 2: Pinienkerne rösten
- Eine Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze erhitzen und die Pinienkerne hineingeben. Unter ständigem Bewegen 2–3 Minuten rösten bis sie goldbraun sind. Sofort auf einen Teller oder Küchenpapier geben – in der heißen Pfanne verbrennen sie noch nach.
- Stefans Tipp: Niemals aus der Küche gehen wenn Pinienkerne in der Pfanne sind. Sie wechseln von goldbraun zu verbrannt in weniger als einer halben Minute. Augen drauf, Herd nicht verlassen.
- Schritt 3: Zutaten vorbereiten
- Rucola waschen, trocken schütteln und grob hacken. Kirschtomaten waschen, Strunk entfernen und vierteln oder sechsteln. Getrocknete Tomaten in feine Streifen schneiden. Mozzarella in Würfel schneiden. Parmesan fein reiben. Basilikumblätter abzupfen und grob hacken.
- Gut zu wissen: Den Rucola erst kurz vor dem Servieren unterheben, wenn der Salat schon angemacht ist. Rucola wird in Kontakt mit dem Dressing weich – wer ihn knackig möchte, gibt ihn wirklich erst am Ende dazu.
- Schritt 4: Dressing anrühren
- Olivenöl, weißen Balsamico, Wasser, Zitronensaft und -abrieb, geriebenen Knoblauch, Honig und italienische Kräuter in einem kleinen Glas zusammengeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und kräftig verrühren oder schütteln.
- Küchen-Trick: Das Wasser im Dressing klingt ungewöhnlich, macht das Dressing aber leichter und sorgt dafür, dass es sich besser über alle Zutaten verteilt ohne zu fettig zu wirken. Das ist die kleine Geheimwaffe gegen einen schweren Nudelsalat.
- Schritt 5: Salat zusammenstellen
- Das Dressing über die abgekühlten Orzo gießen und gut vermengen, damit alle Nudeln bedeckt sind. Dann Kirschtomaten, getrocknete Tomaten, Mozzarella, Parmesan und Basilikum unterheben. Rucola und Pinienkerne ganz zum Schluss vorsichtig einarbeiten und den Salat sofort servieren oder bis zum Servieren kühl stellen.
Stefans Tipp: Vor dem Servieren immer nochmal kurz abschmecken. Die Nudeln nehmen beim Stehen etwas Salz auf – manchmal braucht es noch einen kleinen Spritzer Zitrone oder eine Prise Salz nach.
Unser besonderer Trick
Wir geben zum Verfeinern direkt am Tisch einen dünnen Streifen Balsamico Creme über den angerichteten Salat – nicht untermischen, sondern obendrauf. Der leicht süßliche, sirupartige Balsamico setzt einen Kontrast zur Zitronensäure im Dressing und zum herben Rucola, den man so nicht erwartet. Jeder Teller sieht damit auch optisch nach mehr aus als ein schnell zusammengestellter Salat. Alternativ funktioniert ein Schuss frischer Granatapfelsaft genauso überraschend gut.