Quarkauflauf mit Grieß & Puddingpulver – extra fluffig
Manchmal braucht es einfach etwas Warmes, das unkompliziert aus dem Ofen kommt und dabei das ganze Haus nach Vanille duften lässt. Genau an solchen Tagen steht bei uns dieser Quarkauflauf auf dem Plan – wenn keine Zeit für aufwendige Backprojekte ist, aber trotzdem das Gefühl entstehen soll, dass man sich etwas Besonderes gegönnt hat.
Was an diesem Rezept wirklich überzeugt: Grieß und Puddingpulver arbeiten hier zusammen wie ein eingespieltes Team. Der Grieß sorgt für die angenehm leichte, fast schwammige Textur, das Puddingpulver bringt eine feine Vanillenote rein, ohne dass man eine Schote aufschneiden oder Extraaromen abwiegen müsste. Das Ergebnis ist ein Auflauf, der außen goldgelb, innen cremig-locker ist – und den man sowohl mittags als süßes Hauptgericht als auch abends als Dessert auf den Tisch stellen kann.
Gesamtzeit: 55 Min. | Portionen: 6 | Schwierigkeit: leicht

Alle Zutaten auf einen Blick
- 750 g Speisequark (20 % Fett)
- 3 Eier
- 80 g Zucker
- 70 g Weichweizengrieß
- 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver
- 150 ml Milch
- 1 TL Backpulver
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 TL Zimt
- etwas Butter (zum Einfetten der Form)
- Beeren nach Wahl (optional)
Quark mit 20 % Fett: Diese Fettstufe ist kein Zufall. Magerquark hat zwar weniger Kalorien, trocknet beim Backen aber stärker aus – der Auflauf verliert dann seine samtige Mitte und wird bröselig. Mit 20 % bleibt der Teig während des Backens geschmeidig und zieht beim Abkühlen schön an, ohne zu reißen.
Weichweizengrieß: Nicht zu verwechseln mit grobem Hartweizengrieß. Weichweizen quillt feiner und gleichmäßiger auf, was direkt die Fluffigkeit beeinflusst. Wer stattdessen Hartweizen nimmt, bekommt einen deutlich dichteren, schwereren Auflauf – der schmeckt, ist aber ein anderes Gericht.
Vanille-Puddingpulver: Es nimmt hier zwei Rollen ein: Es aromatisiert und es bindet. Die darin enthaltene Stärke arbeitet beim Backen wie ein unsichtbetes Netz, das den Teig zusammenhält, ohne ihn gummiartig zu machen. Wer es intensiver mag, greift zu Bourbon-Vanille-Puddingpulver.
Zimt: Nur ein Teelöffel, aber er macht den Unterschied zwischen „gut“ und „wow“. Wir streuen ihn erst nach dem Backen auf, damit er nicht verbrennt und sein Aroma frisch bleibt.
Zubereitung: Schritt für Schritt
Schritt 1: Ofen vorbereiten
Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleine ofenfeste Schale mit Wasser auf den untersten Rost stellen, bevor der Ofen hochheizt.
Stefans Tipp: Die Wasserschale ist kein optionaler Schritt. Sie hält die Luftfeuchtigkeit im Ofen stabil und schützt die Oberfläche des Auflaufs davor, zu früh auszutrocknen oder zu reißen. Dasselbe Prinzip nutzt man übrigens beim Brot backen.
Schritt 2: Teig anrühren
Quark, Eier, Zucker, Grieß, Puddingpulver, Milch, Vanillezucker und Backpulver in einer großen Schüssel mit dem Handrührgerät oder einem Schneebesen zu einer glatten, gleichmäßigen Masse verrühren. Keine der Zutaten vorab trennen – alles kommt direkt zusammen in die Schüssel.
Gut zu wissen: Wer alle Zutaten kurz vorher aus dem Kühlschrank holt, macht das Rühren leichter. Kalter Quark und kalte Eier verbinden sich langsamer und der Teig wirkt am Anfang grobkörniger, als er sein sollte.
Schritt 3: Teig quellen lassen
Den fertigen Teig 5 Minuten in der Schüssel ruhen lassen. In dieser Zeit fette die Auflaufform (ca. 25 x 19 cm) gleichmäßig mit Butter aus.
Wichtig: Diese kurze Pause gibt dem Grieß die Gelegenheit, die Flüssigkeit aus Milch und Quark aufzusaugen. Ohne diese Ruhepause wäre der Teig nach dem Backen weniger stabil und könnte beim Portionieren zerfallen.
Schritt 4: Backen
Den Teig in die gefettete Form füllen und auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten backen. Der Auflauf ist fertig, wenn die Ränder fest sind und die Mitte noch einen leichten Wackler zeigt.
Küchen-Trick: Nicht bei 180 °C oder höher backen – auch wenn es schneller ginge. Die moderate Temperatur sorgt für gleichmäßiges Durchgaren, ohne dass die Ränder zu dunkel werden, bevor die Mitte gar ist.
Schritt 5: Nachziehen lassen und servieren
Den Auflauf im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür 10 Minuten ruhen lassen. Danach mit Zimt und Zucker bestreuen und direkt warm servieren.
Stefans Tipp: Dieses Nachruhen verhindert, dass der Auflauf in der Mitte einsinkt, sobald er die Ofenluft verlässt. Der sanfte Temperaturübergang ist das Geheimnis hinter einer gleichmäßig gehobenen Oberfläche.
Unser besonderer Trick
Kurz bevor der Teig in die Form kommt, drücken wir ein paar Früchte leicht in die Oberfläche ein – am liebsten Sauerkirschen aus dem Glas (gut abgetropft) oder dünne Apfelspalten mit einem Hauch Kardamom. Die Früchte backen ein und karamellisieren leicht an den Rändern, während der Teig drumherum aufgeht und sie halb umschließt. Das Ergebnis sieht aus wie aus einer Bäckerei, kostet aber keine fünf Minuten extra.
Das Rezept nach deinem Geschmack
Zitronig-frische Variante: Den Zucker im Teig um 20 g reduzieren und stattdessen die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone einrühren. Das ergibt einen deutlich helleren, frischeren Geschmack, der besonders im Sommer mit einem Löffel Naturjoghurt obendrauf wunderbar funktioniert.
Schokoladen-Version: Zwei gehäufte Esslöffel Kakaopulver unter den fertigen Teig rühren und das Vanille-Puddingpulver durch Schokoladen-Puddingpulver ersetzen. Das ergibt einen Auflauf mit dunkler Farbe und intensivem Kakaoaroma – fast wie ein gebackener Schokopudding, nur luftiger.
Für kleine Portionen: Den Teig auf eine gefettete Muffinform aufteilen und die Backzeit auf ca. 22–25 Minuten reduzieren. So bekommt jeder seinen eigenen kleinen Auflauf, was besonders praktisch ist, wenn man Reste vermeiden will oder das Rezept für unterschiedlich große Hunger-Levels am Tisch kocht.
4 Gründe, warum du dieses Rezept lieben wirst
1. Alles kommt in eine einzige Schüssel – wer aufräumt, ist in zwei Minuten fertig.
2. Der Auflauf funktioniert zu jeder Tageszeit: als süßes Mittagessen, als warmes Dessert nach dem Abendessen oder als Sonntagsfrühstück für die ganze Familie.
3. Das Rezept ist sehr verzeihend – leicht mehr Grieß, leicht weniger Milch, eine Extraprise Zimt: Es bleibt trotzdem richtig gut.
4. Kinder lieben ihn, Erwachsene auch – er ist süß genug für ein Dessert, aber nicht so mächtig, dass man danach schwer im Sessel sitzt.
Was steckt drin?
Quark ist eines der unterschätzten Lebensmittel in der deutschen Küche. Er liefert eine beachtliche Menge Eiweiß, das den Körper lange satt hält – und das bei relativ wenig Fett. In Kombination mit Grieß, der langsam verdauliche Kohlenhydrate liefert, ist dieser Auflauf kein reiner Zucker-Kick, sondern eine Mahlzeit mit echter Substanz. Der Zimt obendrauf ist kein reines Geschmackselement: Er unterstützt laut verschiedener Studien die Insulinsensitivität, also wie der Körper mit dem Blutzucker umgeht.
Nährwerte pro Portion (ca.): 280 kcal | 32 g Kohlenhydrate | 18 g Eiweiß | 7 g Fett
Was passt dazu?
Warm, mit einem großzügigen Schuss selbst gemachter Vanillesauce aus dem Topf – das ist die klassischste und gleichzeitig befriedigendste Kombination. Wer es fruchtiger mag, serviert dazu ein schnelles Apfelkompott: einfach gewürfelte Äpfel mit etwas Butter, Zucker und einem Spritzer Zitronensaft in der Pfanne weich köcheln, bis sie leicht glasig sind. Auch ein Löffel Sauerrahmjoghurt mit einem Hauch Honig passt überraschend gut dazu, weil die leichte Säure den Vanillegeschmack des Auflaufs betont. Für eine unerwartete Kombination, die wirklich funktioniert: ein kleines Glas Schwarztee-Gelee oder Holunderblütengelee direkt aus dem Kühlschrank neben den Teller stellen – der Temperaturkontrast und die blumige Note ergänzen den warmen Auflauf auf eine Art, die man so nicht erwartet.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich den Quarkauflauf auch einen Tag vorher vorbereiten?
Ja, das funktioniert gut. Den fertig gerührten Teig einfach in die gefettete Form füllen, mit Frischhaltefolie abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag direkt aus dem Kühlschrank in den vorgeheizten Ofen geben – die Backzeit verlängert sich leicht um etwa fünf Minuten, weil die Masse kühler startet.
Was tue ich, wenn der Auflauf nach dem Backen in der Mitte einsinkt?
Ein leichtes Einsinken in der Mitte ist völlig normal und kein Fehler. Es passiert, wenn der Auflauf zu schnell abkühlt. Das Nachruhen im ausgeschalteten Ofen mit leicht geöffneter Tür minimiert diesen Effekt deutlich. Auf den Geschmack hat es keinen Einfluss.
Kann ich das Puddingpulver durch etwas anderes ersetzen?
Ja. Zwei Esslöffel Speisestärke zusammen mit dem Mark einer halben Vanilleschote oder einem Teelöffel Vanilleextrakt ergeben ein sehr ähnliches Ergebnis. Das Puddingpulver ist die unkompliziertere Lösung, weil es Aroma und Bindung in einem liefert – aber es ist kein unersetzlicher Bestandteil.
Wie lange ist der Quarkauflauf haltbar?
Im Kühlschrank hält er sich abgedeckt bis zu zwei Tage. Am besten in Portionen aufteilen und beim Aufwärmen kurz in die Mikrowelle oder bei 140 °C in den Ofen geben, bis er wieder warm und leicht dampfend ist. Einfrieren ist möglich, verändert aber die Textur etwas – er wird nach dem Auftauen etwas kompakter.
Dieser Quarkauflauf ist eines dieser Rezepte, die wir immer wieder gerne machen – weil der Aufwand gering ist, das Ergebnis aber jedes Mal wieder überrascht wie frisch. Probier ihn aus, und wenn du magst, berichte uns wie er bei euch angekommen ist.
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